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Die Spur 1 findet immer mehr Freunde, denn hier bewegen sich schwere Metallmodelle mit gut sichtbarer Mechanik geräuschvoll und heftig dampfend über realitätsnahe Gleise. Das ist nicht "Modelleisenbahn", das sind richtige Eisenbahnmodelle. Keine anderen industriell hergestellten Modelle kommen dem Original so nahe wie jene für die Spur 1.

Deshalb habe ich mich für die Spur 1 entschieden, trotz der Einschränkungen, die man rein aus Platzgründen akzeptieren muss und die einen Modellbauer herausfordern, clevere Lösungen und Motive zu finden. Von den "finanziellen Herausforderungen" einmal abgesehen.

Hinter mir liegt die wohl typische Karriere eines Eisenbahnfreunds mit einer Schwäche für die Modellbahn: 1960 die erste Märklin-Bahn mit V 200, 89 und V 100. Etwa ab 1969 der Umstieg auf die detaillierteren H0-Gleichstrommodelle von Fleischmann, Roco, Lima, Brawa und Ade, die mangels elektromagnetischem Umschalter auch Kleinloks möglich machten.

In den Achtzigern baute ich vorbildnah und teilweise nach Originalplänen das Öchsle in H0e, das in deutschen und englischen Zeitschriften Beachtung fand. Parallel entstand die erste „LGB“ als Spielbahn im Garten, bevor mich der frühere Importeur mit REA, später Aristo-Craft, vertraut machte. Die FA/FB und einige Wagen im 1:29 auf 45-mm-Spur stellte ich damals im eisenbahn magazin vor.

Ich baute aus amerikanischen Bausätzen filigrane H0n3-Modelle der Denver & Rio Grande Western für eine Anlage auf 10,5 mm Spurweite, die nie begonnen wurde, sammelte ein paar H0m-Modelle der Bernina-Bahn sowie amerikanische N-Modelle und baute dann eine Gartenbahn, auf der abwechselnd Regelspurzüge in 1:29 und Schmalspurzüge in 1:20,3 verkehrten – ein gutes Testfeld bei meiner Arbeit für den Gartenbahn profi, den ich mitentwickelt und vier Jahre geleitet habe. Eine weitere Gartenbahn entstand und macht ab und zu Freude, manchmal auch mit einer kleinen Echtdampflok. Mit der Spur 1 hielt zwangsläufig die Digitalsteuerung (von ESU) bei mir Einzug, die im Garten dank eines Funkreglers noch unwichtig war. Ein paar Soundbausteine funktionierten schon früher gut mit Gleichstrom.

Ich bin nicht nur Eisenbahnfreak, sondern auch Fotograf und Journalist. 1969 – ich war erst 16 – erschien mein erster Artikel über die Trossinger Eisenbahn im Fleischmann-Kurier, dann schrieb ich viele Beiträge für das Lok Magazin, das eisenbahn magazin, die Zeunert-Blätter und den Continental Modeler. 1977 verwaltungswissenschaftliche Diplomarbeit an der Universität Konstanz über Streckenstilllegungen bei der Deutschen Bundesbahn. Damals wurde das “betriebswirtschaftlich optimale Netz” diskutiert, der Beginn des Abschieds von der Eisenbahn als Bestandteil der Mobilitätsvorsorge.

1977 schrieb ich die erste im deutschsprachigen Raum erschienene Geschichte der irischen Eisenbahnen für das Lok Magazin. 1985 gestaltete und verlegte ich den Bildband „Waggons im Werk“ über das AW Paderborn, der inzwischen als Klassiker gilt. 1992 „Modellbahn-Gebäude und Straßen“, auch spanisch und französisch. Mitarbeit beim eisenbahn magazin und dem ZUG-Magazin der Deutschen Bundesbahn, Beiträge zu internationalen Eisenbahnen und Modellen im Continental Modeller, Bahn und Modell, Fleischmann-Kurier und Roco Report, aber auch in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen und Magazinen.

Den Gartenbahn Profi habe ich 2003 miterfunden und war vier Jahre lang Chefredakteur mit dem Schwerpunkt amerikanische Eisenbahnen.

Mein Eisenbahn-Fotoarchiv mit Fotos deutscher und ausländischer Eisenbahnen, baden-württembergischen Bahnhöfen, Straßenbahnen und Industriebahnen seit 1967 wird nach und nach digitalisiert. Es dürfte über 100.000 Fotos umfassen.

Im Hauptberuf bin ich nach vielen Jahren in der Computerindustrie seit 1990 Technik-Fachjournalist mit breitem Themenspektrum u. a. bei VDI-Nachrichten, Frankfurter Allgemeine. Daneben Autor, Redenschreiber und Ghostwriter für Fachpublikationen, PR-Agenturen und Unternehmen der Mobilitätsbranche. Seit 2009 blogge ich mit der Marke www.railomotive.com über Eisenbahnthemen, aus Zeitmangel leider nur noch unregelmäßig.

Spur1info ging im April 2012 online und wird von Lesern in 71 Ländern als aktuelles, unabhängiges Online-Magazin geschätzt. 2014 wird spur1info über 400.000 Besuche verzeichnen.

Friedhelm Weidelich